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Besondere Vorkommnisse: Suizidprävention und Krisenintervention
Vollzugswissen · 17. Juni 2026

Besondere Vorkommnisse: Suizidprävention und Krisenintervention

Wie du Warnsignale erkennst, in akuten Krisen richtig reagierst und welche Rolle der Vollzugsdienst bei der Suizidprävention spielt.

Andreas Rothermund
1 Min Lesezeit

Haft ist eine Ausnahmesituation – besonders die ersten Tage. Der Vollzugsdienst spielt eine Schlüsselrolle dabei, Krisen früh zu erkennen und Leben zu schützen. Suizidprävention ist deshalb fester Teil deiner Ausbildung.

Warnsignale erkennen

Achte auf Veränderungen: Rückzug, Schlaflosigkeit, das Verschenken von Habseligkeiten, plötzliche Ruhe nach großer Anspannung oder direkte Äußerungen. Besonders kritisch sind Zugangsphase, Haftschock und schlechte Nachrichten von außen.

Richtig reagieren

Nimm jede Andeutung ernst. Suche das Gespräch, höre zu, werte nicht. Informiere umgehend den psychologischen Dienst und deine Vorgesetzten und leite die vorgesehenen Schutzmaßnahmen ein. Dokumentation ist Pflicht – sie sichert die weitere Betreuung.

Zusammenarbeit im Team

Prävention ist Teamarbeit von Vollzugs-, Sozial-, Psychologischem und medizinischem Dienst. Du bist nah dran und damit oft der erste, der etwas bemerkt – dein Hinweis kann entscheidend sein.

Häufige Fragen

Bin ich für die Krisenintervention ausgebildet?

Grundlagen der Suizidprävention und Deeskalation sind Teil der Ausbildung; im Ernstfall handelst du nach festen Abläufen und ziehst Fachdienste hinzu.

Was, wenn ich unsicher bin?

Lieber einmal zu viel melden als zu wenig. Im Zweifel informierst du den psychologischen Dienst – die Einschätzung triffst nicht du allein.

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