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Justizvollzug in Hessen — Ausbildung und Beruf
Bundesland · Stand Juni 2026

Justizvollzug in Hessen 2026

Andreas Rothermund
3 Min Lesezeit

Du willst Justizvollzugsbeamter in Hessen werden? Der Justizvollzug ist Ländersache — Einstellungsalter, Auswahlverfahren, Ausbildung und Besoldung legt jedes Land selbst fest. Hier findest du die Eckdaten für den allgemeinen Vollzugsdienst (AVD) in Hessen 2026: von den Voraussetzungen über den Sporttest bis zu Gehalt und Vollzugszulage. Den direkten Ländervergleich findest du in unserem Vergleichstool.

Einstellung & Voraussetzungen in Hessen

Für den Einstieg in den allgemeinen Vollzugsdienst gilt in Hessen ein Einstellungsalter von k. A. (i. d. R. bis 40). Beim Schulabschluss wird k. A. (i. d. R. mittlerer Abschluss oder HSA + Ausbildung) erwartet. Dazu kommen die deutsche bzw. EU-Staatsangehörigkeit, ein einwandfreies Führungszeugnis sowie die gesundheitliche und persönliche Eignung, die in einer amtsärztlichen Untersuchung geprüft wird.

Auswahlverfahren & Sporttest

Das Auswahlverfahren kombiniert in der Regel einen schriftlichen Eignungstest (Konzentration, Deutsch, logisches Denken), ein persönliches Gespräch und einen Sporttest: Ja (Fitnesstest). Der Sporttest prüft Kraft, Ausdauer und Koordination — Anforderungen, die zum fordernden Stationsalltag passen. Wer alle Teile besteht, wird zur Ausbildung zugelassen.

Ausbildung im Vollzug (Hessen)

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und wechselt zwischen fachtheoretischen Lehrgängen und berufspraktischen Phasen in den Anstalten. Theorieort ist die hessische Justizvollzugsanstalten. Unterrichtet werden u. a. Vollzugsrecht, Psychologie, Kriminologie, Deeskalation und Selbstverteidigung. Während des Vorbereitungsdienstes bist du Beamtin oder Beamter auf Widerruf.

Besoldung & Vollzugszulage in Hessen

In der Ausbildung erhältst du Anwärterbezüge; Einstieg häufig zunächst als Tarifbeschäftigte (TV-H EG 4 → EG 6). Nach erfolgreicher Laufbahnprüfung startest du im Eingangsamt A7 (ca. (HBesG)) — die genauen Beträge regelt das Landesbesoldungsgesetz. Charakteristisch für den Vollzug ist die Justizvollzugszulage (lt. HBesG); hinzu kommen je nach Dienst Schicht- und Erschwerniszulagen sowie der Familienzuschlag. Weil keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen, fällt das Netto vergleichsweise hoch aus.

Bewerbung in Hessen

Beworben wird sich direkt beim Justizvollzug bzw. über das Karriereportal des Landes (karriere.justiz.hessen.de). Tipp: Bewirb dich frühzeitig vor dem jeweiligen Einstellungstermin und halte Zeugnisse, Lebenslauf und ein aussagekräftiges Anschreiben bereit. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in unserem Ratgeber zur Bewerbung beim Justizvollzug.

Besonderheiten in Hessen

In Hessen ist ein Einstieg zunächst im Tarifbeschäftigtenverhältnis (TV-H) verbreitet, bevor die Verbeamtung folgt.

Häufige Fragen — Justizvollzug Hessen

Wie alt darf man für den Justizvollzug in Hessen sein?

Das Einstellungsalter im allgemeinen Vollzugsdienst Hessens liegt bei: k. A. (i. d. R. bis 40). Maßgeblich ist die jeweils geltende Laufbahnverordnung des Landes.

Welcher Schulabschluss wird in Hessen verlangt?

Vorausgesetzt wird: k. A. (i. d. R. mittlerer Abschluss oder HSA + Ausbildung). Hinzu kommen die gesundheitliche und persönliche Eignung.

Was verdient man im Justizvollzug in Hessen?

Während der Ausbildung gibt es Anwärterbezüge; Einstieg häufig zunächst als Tarifbeschäftigte (TV-H EG 4 → EG 6). Nach der Übernahme erfolgt die Besoldung nach A7 aufwärts; hinzu kommt die Justizvollzugszulage (lt. HBesG). Da Beamtinnen und Beamte keine Sozialabgaben zahlen, bleibt vom Brutto vergleichsweise viel netto.

Stand: Juni 2026. Quelle: offizielles Justizportal Hessens (karriere.justiz.hessen.de). Angaben mit „k. A.“ liegen öffentlich nicht eindeutig vor — bitte im Zweifel beim Landesportal gegenprüfen.

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